Naturschutzbund fällt Donaugemeinden bei Hochwasserschutz in den Rücken

Offener Brief von Karl Synek an den Vorsitzenden des BUND

Als langjähriges Mitglied beim Bay. Naturschutzbund und als Stadtrat von Passau bin ich über die Schützenhilfe des BUND für die Regierungspläne zur Aufgabe von 50 Millionen Quadratmetern Polderfläche am Oberlauf der Donau entsetzt. Für die vom BUND aufgezeigte Alternative, nämlich die Zuläufe der Donau zu renaturieren, besteht in absehbarer Zeit keine Aussicht auf Erfolg. Dieser Vorschlag wird seit Jahrzehnten gefordert und es passiert so gut wie nichts.

Jetzt aber, wo konkret für die Gemeinden und Städte an der Donau nach einer langer Planungsphase etwas getan werden soll, da fällt der BUND diesen Kommunen in den Rücken. 19 Bürgermeister und 5 Landräte und Oberbürgermeister sowie so gut wie alle Fachstellen sind sich einig Polder zu errichten und dann kommen die Freien Wähler und erklären das alles für mehr oder weniger Unsinn. Will sich der BUND auf diese Weise beim neuen Umweltminister Thorsten Glauber etwa einschmeicheln?

Wenn ich nicht wüsste, dass der BUND viele unermüdliche Helfer hat, die sich für zahlreiche Naturschutzprojekte selbstlos einsetzen, dann wäre wegen dieser Sache ein Austritt aus diesem Verein nur logisch. Der neuen Vorstandschaft kann ich nur raten, sich sofort vor Ort bei allen Betroffenen und Beteiligten kundig zu machen und die Zustimmung zu diesem Teil des Koalitionsvertrages zu widerrufen.

 

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