Atommüll in den Saldenburger Granit

Übles Foul gegen die Bürgerinnen und Bürger

Der Saldenburger Granit liegt in den Landkreisen Passau und Freyung-Grafenau. Die Debatte um die Eignung des Granits im Waldgebiet zwischen Saldenburg und Schönberg wurde ausgelöst durch eine Veröffentlichung der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe Anfang der 90er Jahre. Und sie wurde nahezu ausschließlich getragen von den Bürgerinnen und Bürgern, für die diese Region Heimat ist.

Beim internen Informationsgespräch des zuständigen Bundesamtes für kerntechnische Entsorgungssicherheit sind jedoch ausschließlich Bürgermeister und Fachbeamte geladen.

Dazu erklärt Eike Hallitzky als Fraktionsvorsitzender der GRÜNEN im Passauer Kreistag und damaliger Bürger von Saldenburg:
„Die Debatte um die Frage der Endlagerung ohne die betroffene Bevölkerung zu beginnen, ist der völlig falsche Ansatz. Wer in der Bevölkerung Vertrauen für das Verfahren der Endlagersuche gewinnen will, der muss von Anfang für Transparenz sorgen. Es ist ein Affront gegen die Betroffenen, wenn die Bürgerinnen und Bürger, Organisationen wie die Bürgerinitiative gegen ein Atommüllendlager im Saldenburger Granit, ja sogar die zuständigen Gemeinderäte und Kreisräte von jeder Information ausgeschlossen werden. Damit wird die groß angekündigte, angebliche Transparenz bei der Endlagersuche ad absurdum geführt. Die Skepsis und die Widerstände vor Ort werden mit Recht wieder anschwellen. So gerät die dringend notwendige Suche nach einem sicheren Endlager für den Atommüll, den uns die Altvorderen hinterlassen haben, zur Totgeburt.“

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