Sonne und Wind brauchen kein Endlager

Der Vorstand sowie die Stadtratsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen Passau haben sich an einem Informationsstand des Bundesamtes für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE) über den aktuellen Stand der Suche nach einem Endlager für hochradioaktive Abfälle informiert. Da sich auch Gebiete im Landkreis Passau und Freyung – darunter Hauzenberg, Büchlberg und Tittling – in der engeren Auswahl befinden, ist das Thema für die Region von hoher Relevanz.

Die Sprecherinnen Monika Solomon und Olga Kisla betonen die Notwendigkeit eines objektiven Verfahrens: „Natürlich will niemand ein Endlager in der eigenen Nachbarschaft haben. Genau deshalb darf die Endlagerstätte ausschließlich nach wissenschaftlichen Kriterien ausgewählt werden. Das sind wir der Sicherheit aller Bürgerinnen und Bürger und vor allem den kommenden Generationen schuldig.“

Die Grünen Passau unterstützen das strukturierte Vorgehen des Bundesamtes bei der Suche nach der bestmöglichen Lösung. Gleichzeitig warnen sie davor, die Fehler der Vergangenheit zu wiederholen. „Wir müssen aus der Geschichte lernen und Energie nutzen, die keinen langfristigen Schaden hinterlässt“, sagt der Vorstand. „Atomkraft verursacht gefährlichen radioaktiven Abfall. Deshalb dürfen wir keine neuen Atomkraftwerke bauen, wie es beispielsweise der bayerische Ministerpräsident Markus Söder fordert.“

In der Diskussion wurde zudem die Dringlichkeit des Ausstiegs aus fossilen Energieträgern hervorgehoben. Kohle, Öl und Gas heizen das Klima auf und führen durch Extremwetterereignisse bereits jetzt zu Todesopfern und Milliardenschäden. „Sonne und Wind sind die Lösung“, so Solomon und Kisla weiter. „Sie müssen nicht importiert werden, machen uns unabhängig von Oligarchen und terroristischen Regimen, schaden nicht dem Klima und – ganz entscheidend – sie brauchen kein Endlager.“

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