Passaus wohl beliebteste Spazier- und Verweilstätte: Die Innpromenade ist vor allem bei schönem Wetter und bei Flohmarkt-Treiben – wie am Samstag – ein gernbesuchtes Fleckerl. Ein geplanter Hochwasserschutz mit Mauer im Umfeld und Baumopfern bewegt derzeit die Gemüter. - Foto: Karl

Großer „Bürger-Dialog“ zum Inn-Hochwasserschutz

Grüne initiieren bürgerlichen Austausch

Der geplante Hochwasserschutz am Inn polarisiert seit Monaten: Stadtverantwortliche und von der 2013er-Flut Betroffene begrüßen ihn. Kritiker lehnen ihn ab mit Blick auf die liebgewonnene Innpromenade, die möglicherweise optisch beeinträchtigt und um einige Bäume ärmer werden könnte. Im Stadtrat wurden vor fünf Wochen vier Varianten eines mit Grundmauern und mobilen Steckelementen versehenen Flutschutzes vorgestellt und diskutiert – allerdings ohne eine bevorzugte Option festgelegt oder gar beschlossen zu haben. „Was bisher kaum beraten wurde, ist die fünfte Variante – nämlich keine Hochwasserschutzmauer an dieser Stelle der Stadt zu errichten“, sagt Stadtrat Karl Synek, der eine große Debatte mit viel Bürgerbeteiligung angestoßen hat. „Ziel des Bürgerdialogs am 28. März ist es, auch diese Frage eingehend zu erörtern“, so der Grünen-Stadtrat vor der Info-Veranstaltung und erwarteten umfangreicheren Debatte am kommenden Dienstag ab 18.30 Uhr in der Peschl-Terrasse.

Auf Einladung der Grünen haben alle Fraktionen im Passauer Stadtrat zugesagt, sich den Fragen der Bürger zu stellen. Eine neutrale Moderation, „ohne Podium für irgendjemanden“ (Synek), bietet die Möglichkeit des Dialogs – sowohl unter den Besuchern als auch eine direkte Ansprache an die anwesenden Stadträte.

„Die Mitglieder des Stadtrats, die letztendlich die Entscheidung treffen werden, haben so die Chance, eventuell eine neue Sicht auf die vorliegende Planung zu erfahren“, meint Synek mit Blick auf eventuelle Anregungen und Kritiken aus der Bürgerschaft. „Auf alle Fälle werden die Stadträte aus der Veranstaltung ein Meinungsbild mitnehmen, um danach zu einer Entscheidung zu kommen.“

Für die Bürger bestehe am Dienstag die einmalige und wohl auch letzte Gelegenheit, ihre gewählten Vertreter direkt mit ihren Ansichten und Fragen zu konfrontieren und gegebenenfalls eine Begründung für deren Abstimmungsverhalten – Pro oder Contra – zu verlangen, meint Synek und macht Werbung für den umfangreichen Infoabend, den der Passauer BR-Korrespondent Martin Gruber und PNP-Lokalchef Wolfgang Lampelsdorfer moderieren werden.

Quelle: Passauer Neue Presse vom 27.03.2017
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