Stichwort: ZOB

„Mehr Plätze für die Jugend!“

Ekin Deligöz, Bundestagsabgeordnete von Bündnis 90/Die Grünen, Vorsitzende der Kinderkommission des Deutschen Bundestages und Vorstandsmitglied bei UNICEF erkundigte sich im Rahmen einer kleinen Niederbayerntour am Passauer ZOB bei den Jugendlichen vor Ort über ihre Situation in Passau. Gemeinsam mit dem grünen Bundestagskanditaten Boris Burkert und dem Mitglied des niederbayerischen Bezirksvorstandes der Grünen, Johannes Hauck, stand sie Rede und Antwort. Besonders erfreulich fand Deligöz, dass die Stadt Passau nun einen zweiten Streetworker eingestellt hat. „Damit geht eine langjährige grüne Forderung in Erfüllung“, so Burkert. „Trotzdem mangele es in Passau ganz offensichtlich an Platz und Plätzen für die Jugend“, so Deligöz, „Stadtteilzentren wären sicher ein guter Weg, um die Situation der Passauer Jugend weiter zu verbessern“, so die Abgeordnete weiter.

Claus Schönleber  •  Erstellt am Dienstag 14. Juli 2009
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Überwachung zerstört die Freiheit

Leserbrief in der PNP vom 24.11.2008 zum Bericht „ZOB-Geschehen wird nun archiviert“ (PNP vom 22. November):

“Wundern wir uns? Die jetzige Situation wurde vor dem Bau des ZOB von vielen Experten vorausgesagt. Jetzt ist er da und wir müssen damit umgehen. Und wie wir damit umgehen! Wer hat sich einmal die Mühe gemacht und all die privaten und öffentlichen Kameras gezählt, die jetzt schon rund um die Neue Mitte aufgestellt sind, innen und außen? Ja, warum richten wir rund um den ZOB nicht gleich Sicherheitskontrollen ein, mit Metalldetektoren, Röntgengeräten und Leibesvisitationen. Damit wir alle beruhigt Bus fahren oder einkaufen können. Das schafft Arbeitsplätze und sorgt dafür, dass die jugendlichen Rowdies woanders stören. Und die anderthalb Passauer Streetworker können dann gleich mitgehen.

Wollen wir das? Wollen wir wirklich beim Einkaufen, schlendern oder Bus fahren auf Video aufgenommen werden, nur weil wir es versäumt haben, auf ein paar Jugendliche besser aufzupassen und ihnen bessere Lebensziele zu vermitteln? Wie weit wollen wir bei der Verteidigung unserer Freiheit und unseres Lebensstils noch gehen, ohne Gefahr zu laufen, genau das zu zerstören, was wir doch eigentlich erhalten und beschützen wollen?

Helfen wir uns und den Jugendlichen nicht eher durch gezielte Sozialarbeit, indem wir ihnen zeigen, dass es noch etwas anderes gibt, als nachts auf dem ZOB herumzuhängen und andere Leute zu hauen? Oder wollen wir wirklich überall Kameras aufstellen?

Wenn schließlich überall Kameras hängen und uns Dutzende von Wächtern bewachen, wozu brauchen wir dann noch Vorhänge vor den Schlafzimmerfenstern, wozu brauchen wir noch Umkleidekabinen? Wir benehmen uns ja ordentlich, wir haben ja nichts zu verbergen. Nicht?”

Claus Schönleber
Passau

Claus Schönleber  •  Erstellt am Sonntag 30. November 2008
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