Stichwort: Passau

Gelungener Start der Ilztalbahn

Die Passauer Grünen gratulieren zur gelungenen Wiederinbetriebnahme der Ilztalbahn am 16. Juli 2011 auf der Strecke Passau – Tiefenbach – Fischhaus – Kalteneck – Fürsteneck – Röhrnbach – Waldkirchen – Freyung.

Wir bedanken uns bei all den vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, die es mit ihrem unglaublichen Einsatz der letzten sechs Jahre geschafft haben, eine der schönsten Bahnstrecken Deutschlands zu reaktivieren. Allergrößter Respekt vor so viel bürgerschaftlichem Engagement! Ein Dankeschön aber auch all den Politikern, die immer an dieses Projekt geglaubt haben und sich von Anfang an dafür eingesetzt haben.

Viele schöne Bilder vom Eröffnungswochenende sowie Informationen und Fahrpläne zur Ilztalbahn sind hier zu finden:
Förderverein Ilztalbahn e.V.
Ilztalbahn GmbH

Boris Burkert  •  Erstellt am Montag 18. Juli 2011
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Antwort auf Forderung nach Autobahnausbau der A3

Leserbrief in der PNP Nr. 194 vom 24.08.2009, Seite 10, zum Interview mit dem Abgeordneten Scheuer (CSU), „Die A 3 muss sechsspurig werden“, vom 20. August 2009 in derselben Zeitung:

„Die Art und Weise des Interviews irritiert bei weitem nicht so sehr wie die Tatsache, dass die komplizierte Verkehrsproblematik in der Passauer Region alleine mit Forderungen nach weiterem Ausbau von Bundestraßen oder der Erweiterung eines unproblematischen Autobahnsegments durch zusätzliche Fahrspuren kommentiert wird. Auch wenn die Suggestivfragen des Interviewers deren Notwendigkeit behaupten.

Leserbrief aus der PNP Nr. 194, 24.09.2009, S.10

Leserbrief aus der PNP Nr. 194, 24.09.2009, S.10 (Für eine größere Version auf das Bild klicken.)

Viel interessantere Fragen wären gewesen: Haben wir fahrradgerechte Verkehrswege innerhalb der Ortschaften? Haben wir behindertengerechte und seniorengeeignete Busse im öffentlichen Nahverkehr mit vernünftiger Taktung? Haben wir bedarfsgerechte Zugverbindungen in der Region? In diesen Zeiten müsste sich jeder Verantwortliche eigentlich sehr sorgfältig überlegen, in welche Projekte die von uns Bürgern sauer verdienten Steuergelder investiert werden sollen.

Einen bevorstehenden Verkehrs-Infarkt verhindert man natürlich nicht durch noch mehr Fahrspuren, sondern durch intelligente Verkehrspolitik. Denn mehr Wege ziehen unweigerlich mehr Verkehr nach sich. Aber man wettet bei uns lieber auf das Scheitern wichtiger Schienenprojekte oder versorgt Web2.0-Präsenzen mit hübschen Filmchen, anstatt zu versuchen, die Probleme wirklich anzugehen. Das bringt schnell Schlagzeilen und vielleicht noch den einen oder anderen Schenkelklopfer. Aber an der eigentlichen Situation ändert sich dadurch nicht wirklich etwas. Das Erstaunlichste an all dem aber ist, dass das offensichtlich Wahlkampf sein soll. Was erwartet uns dann erst alles noch nach der Wahl? Oh mei!“

Claus Schönleber, Passau

(Bemerkung: Der Leserbrief wurde von der Redaktion leicht gekürzt, aber weitestgehend in seinem Sinngehalt belassen.)

Bezug:

Leserbrief: http://www.pnp.de/nachrichten/artikel.php?cid=29-25124511&Ressort=bay&BNR=0
Interview: http://www.pnp.de/nachrichten/artikel.php?cid=29-25073491&Ressort=wih&BNR=0

Claus Schönleber  •  Erstellt am Montag 24. August 2009
Unter: Allgemein | Keine Kommentare »
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Überwachung zerstört die Freiheit

Leserbrief in der PNP vom 24.11.2008 zum Bericht „ZOB-Geschehen wird nun archiviert“ (PNP vom 22. November):

“Wundern wir uns? Die jetzige Situation wurde vor dem Bau des ZOB von vielen Experten vorausgesagt. Jetzt ist er da und wir müssen damit umgehen. Und wie wir damit umgehen! Wer hat sich einmal die Mühe gemacht und all die privaten und öffentlichen Kameras gezählt, die jetzt schon rund um die Neue Mitte aufgestellt sind, innen und außen? Ja, warum richten wir rund um den ZOB nicht gleich Sicherheitskontrollen ein, mit Metalldetektoren, Röntgengeräten und Leibesvisitationen. Damit wir alle beruhigt Bus fahren oder einkaufen können. Das schafft Arbeitsplätze und sorgt dafür, dass die jugendlichen Rowdies woanders stören. Und die anderthalb Passauer Streetworker können dann gleich mitgehen.

Wollen wir das? Wollen wir wirklich beim Einkaufen, schlendern oder Bus fahren auf Video aufgenommen werden, nur weil wir es versäumt haben, auf ein paar Jugendliche besser aufzupassen und ihnen bessere Lebensziele zu vermitteln? Wie weit wollen wir bei der Verteidigung unserer Freiheit und unseres Lebensstils noch gehen, ohne Gefahr zu laufen, genau das zu zerstören, was wir doch eigentlich erhalten und beschützen wollen?

Helfen wir uns und den Jugendlichen nicht eher durch gezielte Sozialarbeit, indem wir ihnen zeigen, dass es noch etwas anderes gibt, als nachts auf dem ZOB herumzuhängen und andere Leute zu hauen? Oder wollen wir wirklich überall Kameras aufstellen?

Wenn schließlich überall Kameras hängen und uns Dutzende von Wächtern bewachen, wozu brauchen wir dann noch Vorhänge vor den Schlafzimmerfenstern, wozu brauchen wir noch Umkleidekabinen? Wir benehmen uns ja ordentlich, wir haben ja nichts zu verbergen. Nicht?”

Claus Schönleber
Passau

Claus Schönleber  •  Erstellt am Sonntag 30. November 2008
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